Weihnachtsgedichte für Kinder

Weihnachten ist ein Fest für die ganze Familie. Alle Verwandten kommen an den Festtagen von nah und fern zusammen, um gemeinsam zu feiern. Insbesondere für die Kleinen der Familie ist diese Zeit immer besonders aufregend. Der Wunschzettel wird liebevoll geschrieben und jeden Tag wird ein Türchen geöffnet, hinter dem sich kleine Leckereien verbergen. Der Nikolaus kommt Anfang Dezember vorbei und gemeinsam mit den Eltern werden in der Weihnachtsbäckerei köstliche Lebkuchen, Zimtsterne und Vanillekipferl gezaubert. Ist der Heiligabend dann gekommen, stehen die Kinder mit großen Augen und einem leuchtenden Strahlen im Gesicht vor dem prächtig geschmückten Weihnachtsbaum und packen neugierig ihre Pakete aus. Weihnachten steckt voller Magie.

Ein toller Weihnachtsbrauch für Kinder sind Weihnachtsgedichte. Kinder haben nicht nur Spaß am Auswendiglernen. Ein Weihnachtsgedicht kann auch das Warten auf die Bescherung verkürzen und bietet eine kleine Herausforderung, die das Selbstvertrauen stärkt. Auch Mama und Papa und Oma und Opa freuen sich, den Kleinen beim Vortragen zu lauschen und sind ganz stolz, wenn ein Gedicht auswendig gelernt wurde. Ob einfache, kurze Spruchverse für Kleinkinder oder anspruchsvollere Gedichte für die Älteren. Hier findet Ihr eine schöne Auswahl an Weihnachtsgedichten für Kinder.

Vom Christkind
Denkt euch, ich habe das Christkind gesehn!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh;
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.
Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack.
Meint ihr, er wäre offen, der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

Autor: Anna Ritter

Leise rieselt der Schnee
Leise rieselt der Schnee,
Still und starr liegt der See,
Weihnachtlich glänzet der Wald:
Freue Dich, Christkind kommt bald.

In den Herzen ist’s warm,
Still schweigt Kummer und Harm,
Sorge des Lebens verhallt:
Freue Dich, Christkind kommt bald.

Bald ist heilige Nacht;
Chor der Engel erwacht;
Horch’ nur, wie lieblich es schallt:
Freue Dich, Christkind kommt bald.

Autor: Eduard Ebel

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt.
Erst ein, dann zwei,
dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.

Autor: unbekannt

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
Lieber, guter Weihnachtsmann,
zieh die langen Stiefel an,
kämme deinen weißen Bart,
mach‘ dich auf die Weihnachtsfahrt.

Komm‘ doch auch in unser Haus,
packe die Geschenke aus.
Ach, erst das Sprüchlein wolltest du?
Ja, ich kann es, hör mal zu:

Lieber, guter Weihnachtsmann,
guck mich nicht so böse an.
Stecke deine Rute ein,
will auch immer artig sein!

Autor: unbekannt

Der Bratapfel
Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie's knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

Autor: unbekannt

Bald ist Weihnacht
Bald ist Weihnacht, wie freu ich mich drauf,
da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf,
es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern,
wie hab´n wir doch alle das Weihnachtsfest gern.

Autor: unbekannt

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
Advent, Advent,
Ein Lichtlein brennt!
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
Dann steht das Christkind vor der Tür.
Und wenn das fünfte Lichtlein brennt,
Dann hast'e Weihnachten verpennt.

Autor: unbekannt

Christgeschenke
Was klingelt im Hause so laut? Ei, ei!
Ich glaube, dass es das Christkind sei!
Das Christkind war's! Seid, Kinder, nur still
Und hört, was ich euch jetzt erzählen will:

Es hat euch gebracht einen Tannenbaum
Voll goldener Äpfel und Püppchen von Schaum,
Voll Zuckerwerk; doch, Kinderchen, denkt,
Hoch oben eine Rute hängt!

Das Christkind hat an alles gedacht
Und Nützliches und Schönes gebracht.
Da seht ihr Trommeln, Soldaten von Blei,
Und eine Fahne hängt nebenbei.

Seht Häuser von Pappe mit rotem Dach
Und drin ein zierliches, kleines Gemach.
Seht Schuhe und Kleider und Tücher und Hut,
Gewiss, das steht zu dem Feste gut.

Auch Teller und Töpfe von blankem Zinn
Und Pfefferkuchen und Mandeln drin!
Hier Peitschen und Wagen, ein Pferdchen gar wild,
Dort zum Zusammensetzen ein Bild.

Hier Schreibebücher; ein Püppchen ganz klein
Wird dort gewiss in der Wiege sein.
Auch herrliche Bücher sind aufgestellt,
Von tausend Lichtern ist alles erhellt.

Doch nur von den schönen Sachen bekommt,
Wer artig war, verträglich und fromm,
Wer folgsam den guten Eltern war
Und fleißig gelernt hat in diesem Jahr.

Wer oft an den lieben Gott gedacht,
Dem hat das Christkind viel Schönes gebracht.
Unartige Kinder dürfen nicht 'rein,
Für sie wird wohl nur die Rute sein!

Drum, wollt ihr am heiligen Abend euch freu'n,
So rat' ich euch, Kinder, stets artig zu sein!

Autor: Adelbert von Chamisso

Der Weihnachtsschnee
Ihr Kinder, sperrt die Näschen auf,
Es riecht nach Weihnachtstorten.
Knecht Ruprecht steht am Himmelsherd
Und bäckt die feinsten Sorten.

Ihr Kinder, sperrt die Äuglein auf,
Sonst nehmt den Operngucker:
Die große Himmelsbüchse, seht,
Tut Ruprecht ganz voll Zucker.

Er streut - die Kuchen sind schon voll
Er streut - na, das wird munter!
Er schüttelt die Büchse und streut und streut
Den ganzen Zucker runter.

Ihr Kinder, sperrt die Mäulchen auf,
Schnell! Zucker schneit es heute!
Fangt auf, holt Schüsseln! - Ihr glaubt es nicht?
Ihr seid ungläubige Leute!

Autor: Paula Dehmel

Furchtbar schlimm
Vater, Vater, der Weihnachtsmann!
Eben hat er ganz laut geblasen,
viel lauter als der Postwagenmann.
Er ist gleich wieder weiter gegangen,
und hat zwei furchtbar lange Nasen,
die waren ganz mit Eis behangen.

Und die eine war wie ein Schornstein,
und die andre ganz klein wie'n Fliegenbein,
darauf ritten lauter, lauter Engelein,
die hielten eine großmächtige Leine,
und seine Stiefel waren wie deine.
Und an der Leine, da ging ein Herr,
ja wirklich, Vater, wie'n alter Bär,
und die Engelein machten hottehott;
ich glaube, das war der liebe Gott.

Denn er brummte furchtbar mit dem Mund
Ganz furchtbar schlimm; ja wirklich! Und -

"Aber Detta, du schwindelst ja,
das sind ja wieder lauter Lügen!"

Na was schad't denn das, Papa?
Das macht mir doch so viel Vergnügen!

"So? - Na ja."

Autor: Richard Dehmel

Im Winter
Schlaf ein, mein süßes Kind!
Da draußen singt der Wind.
Er singt die ganze Welt zur Ruh',
Deckt sie mit weißen Betten zu.
Und bläst er ihr auch ins Gesicht,
Sie rührt sich nicht und regt sich nicht,
Aus ihren weißen Decken.

Schlaf ein, mein süßes Kind!
Da draußen geht der Wind,
Pocht an die Fenster und schaut hinein,
Und hört er wo ein Kind noch schrei'n,
Da schilt und brummt und summt er sehr,
Holt gleich sein Bett voll Schnee daher
Und deckt es auf die Wiegen,
Wenn's Kind nicht still will liegen.

Schlaf ein mein süßes Kind!
Da draußen weht der Wind.
Er rüttelt an dem Tannenbaum,
Da fliegt heraus ein schöner Traum,
Der fliegt durch Schnee, durch Nacht und Wind
Geschwind, geschwind zum lieben Kind
Und singt von lust'gen Dingen,
Die's Christkind ihm wird bringen.

Schlaf ein, mein süßes Kind!
Da draußen bläst der Wind.
Doch ruft die Sonne: "Grüß' euch Gott!"
Bläst er dem Kind die Backen rot,
Und sagt der Frühling: "Guten Tag!"
Bläst er die ganze Erde wach,
Und was fein still gelegen
Das freut sich allerwegen.

Drum schlaf mein süßes Kind,
Bläst draußen auch der Wind!

Autor: Robert Reinick

Im Winter, wenn es stürmt und schneit
Im Winter, wenn es stürmt und schneit
Und's Weihnachtsfest ist nicht mehr weit.

Da kommt weit her aus dunklem Tann'
Der liebe, gute Weihnachtsmann.

Knecht Ruprecht wird er auch benannt,
Ist allen Kindern wohlbekannt.
Er kommt mit einem großen Schlitten
Grad aus des tiefen Waldes Mitten.

In seinem Sack sind gute Sachen,
Die braven Kindern Freude machen.
Doch auch die Rute ist zur Hand
Für Kinder, die als bös bekannt.

Das mag wohl früher so gewesen sein;
Heut' gibt's nur brave Kinderlein.
Die sagen schnell ihr Sprüchlein auf,
Knecht Ruprecht macht den Sack dann auf.

Und Äpfel, Nüsse, Pfefferkuchen
Darf gleich das liebe Kind versuchen.
Knecht Ruprecht aber fährt geschwind
Davon zum nächsten art'gen Kind.

Autor: unbekannt

Lieber guter Weihnachtsmann
Lieber guter Weihnachtsmann
Schau mich nicht so böse an.
Stecke deine Rute ein,
Ich will auch immer artig sein.

Autor: unbekannt

Lieber, guter Weihnachtsmann
Lieber, guter Weihnachtsmann
Schenk mir einen Schokoladenmann.
Nicht so groß und nicht so klein,
Aber niedlich soll er sein.

Autor: unbekannt

Wann ist wohl Weihnachtszeit?
Wann ist wohl Weihnachtszeit?
Wenn es draußen tüchtig schneit,
wenn wir Nüsse knacken,
wenn wir Plätzchen backen,
wenn wir mit der Mutter singen,
wenn alle Glocken klingen,
wenn alle Welt sich freut,
ja dann ist Weihnachtszeit!

Autor: unbekannt

Weihnachtslied für die Kleinen
Tausend Engel fliegen heut'
Lustig durch die Stadt,
Und ein Bäumchen in der Hand
Ein jeder Engel hat.

Einer sah mich freundlich an,
Kam mir lächelnd nah.
Ach, und lachte und sah aus
Gerade wie Mama.

Und sein Bäumchen seh' ich hier
Auf dem Tische steh'n,
Und den Engel hör ich leis'
Hin und wieder geh'n.

Legte ab sein Flügelpaar,
Als er kam ins Haus:
Immer noch wie die Mama
Sieht der Engel aus.

Autor: Mia Holm

Weihnachtsmann, ich will artig sein
Weihnachtsmann, ich will artig sein,
bescher' mir was in mein Schüsselein.
Äpfel, Nüsse, eins, zwei, drei,
und ein Püppchen auch dabei.

Autor: unbekannt

Weihnachtspost
Im Himmelreich gibt's viel zu tun
Kurz vor den Weihnachtstagen.
Da dürfen Hand und Fuß nicht ruh'n,
Christkindlein muss sich plagen.
Die Englein fliegen
Die Himmelsstiegen
Rauschend herauf und hernieder.
Sie bringen schnelle
Die Wünsche zur Stelle.
Und husch! fort sind sie wieder. -

"Ich hab' dir, liebes Christkind mein,
Hier einen Brief geschrieben.
Drin steht, was Fritz und Peterlein
Als Weihnachtsgaben lieben.
Bringst du ein Pferdchen,
Ein kleines Kochherdchen,
Wie froh doch wär' uns zumute.
Ein Puppenpärchen,
Ein Büchlein mit Märchen -
Doch keine Weihnachtsrute.

Ich lege den Brief ganz leis, ganz sacht
Hier auf das Fensterbretchen.
Und holst du, Christkind, ihn zur Nacht,
Dann lieg ich schon im Bettchen.
Und grüß mir alle
In himmlischer Halle,
Die Englein, die großen und kleinen,
Lass, was wir begehren,
Uns gnädig bescheren,
Das Fritzchen und Gretel nicht weinen."

So fleht zum guten Christkindlein
Das kleinste Herz hienieden.
Und allen will's gefällig sein,
Uns alle stellt's zufrieden.
Die Art'gen bedenkt es,
Gewünschtes schenkt es,
Und selten nur bringt es die Rute.
Drum wird sich ein Leben,
Ein Jubel erheben,
Und froh ist den Kindern zumute.

Autor: Richard Zoozmann

Wenn die Honigkerze brennt
Wenn die Honigkerze brennt
Und ich rieche den Advent,
Öffne ich das erste Tor,
Hol' den Stern aus Stroh hervor.

Steche Butterplätzchen aus,
Freu mich auf den Nikolaus,
Such mein graues Kuscheltier,
Pack es ein in Glanzpapier.

Finde Warten schrecklich schwer,
Staun ins Weihnachtslichtermeer.

Autor: unbekannt

Der liebe Weihnachtsmann
Der Esel, der Esel,
wo kommt der Esel her?
Von Wesel, von Wesel,
er will ans schwarze Meer.

Wer hat denn, wer hat denn
Den Esel so bepackt?
Knecht Ruprecht, Knecht Ruprecht
mit seinem Klappersack.

Mit Nüssen, mit Äpfeln,
mit Spielzeug allerlei,
und Kuchen, ja Kuchen
aus feiner Bäckerei.

Wo bäckt denn, wo bäckt denn
Knecht Ruprecht seine Speis?
In Island, in Island,
drum ist sein Bart so weiß.

Die Rute, die Rute
hat er dabei verbrannt;
heut sind die Kinder artig
im ganzen deutschen Land.

Ach Ruprecht, ach Ruprecht,
du lieber Weihnachtsmann:
komm auch zu mir mit deinem
Sack heran!

Autor: Paula und Richard Dehmel

Vor dem Christbaum
Da guck einmal, was gestern nacht
Christkindlein alles mir gebracht:
ein Räppchen,
ein Wägelein;
ein Käppchen
und ein Krägelein;
ein Tütchen
und ein Rütchen;
ein Büchlein
voller Sprüchlein;
das Tütchen, wenn ich fleißig lern,
ein Rütchen, tät ich es nicht gern,
und nun erst gar den Weihnachtsbaum,
ein schönrer steht im Walde kaum.
Ja, schau nur her und schau nur hin
und schau, wie ich so glücklich bin!

Autor: Friedrich Güll

Am Weihnachtsabend
Am Weihnachtsabend gingen aus, die Maus, der Fuchs, das Häschen.
Sie gingen durch den Winterwald und kalt war bald ihr Näschen.

Sie kamen an ein Herbergshaus, die Maus, der Fuchs, das Häschen.
Da rief der Wirt zum Fenster 'raus: "Kommt trinkt mit mir ein Gläschen!"

Ein alter Mann mit weißem Bart lag schnarrchend unterm Fäß'chen.
"Ist das dort nicht der Weihnachtsmann?", schrien Maus und Fuchs und Häschen.
"So weckt ihn doch! So weckt ihn doch! Sein Weg ist noch so weit.
Oh weh! Durch Wald und Feld und Gäß'chen"

Daß er noch leidlich pünktlich kam, zu Onkel, Tanten, Bäs'chen,
verdanken wir in diesem Jahr (und das ist wahr) der Maus, dem Fuchs, dem Häschen.

Autor: unbekannt

Knecht Rupprecht war da!
Hört,gestern Abend so gegen sieben,
Mutter war g'rade beim Kaufmann drüben.
Da holperts und polterts die Treppe herauf,
klopft an die Tür und reißt sie auf!
Knecht Ruprecht war's,er trat herein
und denkt euch,ich war ganz allein.
Gleich brummte er etwas wie "Weihnachtslieder",
da rutschte ich flink vom Stuhl hernieder
und sang das Lied von der "Stillen Nacht",
da hat er aber Augen gemacht!
Er schenkte mir Nüsse und Pfefferkuchen
und brummte:"Dich werd' ich nochmal besuchen.
Leb wohl,grüß Vater und Mutter schön"!
ich sagte fröhlich:"Auf Wiederseh'n".

Autor: unbekannt

Hinweis:

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