Steht im Wohnzimmer die große Tanne
Kategorie: Kurze Weihnachtsgedichte
Steht im Wohnzimmer die große Tanne
Steht im Wohnzimmer die große Tanne,Autor: weihnachtsgedichte.biz
wissen alle: jetzt dauert es nicht mehr lange.
Weihnachten steht vor der Tür,
das Christkind ist bald hier.
Der Baum wird geschmückt, die Geschenke versteckt,
und manch ein Wichtel hat einen Streich ausgeheckt.
Am Heiligabend wird geschmaust und gesungen
es dauert lange, bis der letzte Ton ist verklungen.
- Interpretation des Gedichts
- Die Stimmung des Gedichts
- Ist das Gedicht zeitgemäß?
- Bewertung des Schwierigkeitsgrads
- Geeigneter Anlass für das Gedicht
- Empfohlene Altersgruppe
- Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
- Dauer des Vortrags
Interpretation des Gedichts
Das Gedicht "Steht im Wohnzimmer die große Tanne" ist ein schlichtes, aber bildstarkes Werk, das den klassischen Ablauf der Weihnachtsvorbereitungen und des Heiligabends in wenigen Zeilen einfängt. Es beginnt mit einem starken Symbol: Der aufgestellte Weihnachtsbaum fungiert als zentraler Countdown-Anzeiger. Allein sein Erscheinen im Wohnzimmer signalisiert der Familie, dass das lange Warten bald ein Ende hat. Die poetische Sprache beschreibt dann die ritualisierten Handlungen – das Schmücken, das Verstecken der Geschenke –, die Gemeinschaft und Vorfreude stiften. Die Erwähnung des Wichtels, der einen Streich plant, fügt eine verspielte, geheimnisvolle Note hinzu und spricht die kindliche Fantasie an. Der letzte Vers verdichtet schließlich den Höhepunkt, den Heiligabend, zu einem Fest der Sinne: "geschmaust und gesungen". Die Formulierung, dass der "letzte Ton" lange braucht, um zu verklingen, beschreibt meisterhaft die intensive, fast zeitlose Stimmung dieses Abends, an dem die Gemeinschaft und die Tradition im Mittelpunkt stehen.
Die Stimmung des Gedichts
Das Gedicht erzeugt eine durchweg warme, erwartungsfrohe und gemütliche Stimmung. Es ist von einer behaglichen Gewissheit geprägt. Der bekannte Ablauf der Vorbereitungen vermittelt Sicherheit und Freude auf das Kommende. Die Nennung von "Wichtel" und "Streichen" lockert die Atmosphäre mit einem Hauch von Verspieltheit und Magie auf. Der Schluss versetzt den Leser direkt in die feierliche, gesellige und sättigende Stimmung des Heiligabends selbst, die als ein langanhaltender, beglückender Moment beschrieben wird. Insgesamt strahlt das Werk Nostalgie und ein Ideal von familiärer Geborgenheit aus.
Ist das Gedicht zeitgemäß?
Absolut. Auch wenn die konkreten Bilder (die "große Tanne" im Wohnzimmer) vielleicht nicht in jedem modernen Haushalt identisch zu finden sind, sind die dahinterstehenden Gefühle universell und zeitlos. Das Gedicht wirft implizit Fragen auf, die heute genauso relevant sind: Was sind die Symbole, die für uns den Beginn der Festlichkeit markieren? Welche Rituale pflegen wir, um Gemeinschaft zu erleben? In einer hektischen Zeit erinnert es an die Kraft von Traditionen und das bewusste Innehalten. Die moderne Parallele liegt im Bedürfnis nach Verlässlichkeit und gemeinsamen, unverplanten Momenten – ob nun der letzte verklungene Ton ein Weihnachtslied oder das gemeinsame Ansehen eines Films ist.
Bewertung des Schwierigkeitsgrads
Das Gedicht ist sprachlich als leicht einzustufen. Es verwendet einen einfachen, umgangssprachlichen Satzbau und einen klaren, geradlinigen Rhythmus. Der Wortschatz ist alltagsnah und gut verständlich. Selbst das Wort "Wichtel" ist im weihnachtlichen Kontext allgemein bekannt. Es gibt keine komplexen Metaphern oder verschachtelten Sätze, die das Verständnis erschweren würden. Damit ist es hervorragend für das laute Vorlesen und für ein breites Publikum geeignet.
Geeigneter Anlass für das Gedicht
Dieses Gedicht passt perfekt in die Adventszeit, insbesondere in die Tage unmittelbar vor dem Heiligabend. Es eignet sich wunderbar zum Vorlesen beim gemeinsamen Schmücken des Weihnachtsbaumes, als stimmungsvolle Eröffnung einer kleinen Familienfeier am 24. Dezember oder auch als Beitrag in einer Weihnachtsfeier im Kindergarten oder in der Grundschule. Es setzt den Fokus auf die Vorfreude und die gemeinsamen Aktivitäten, nicht auf den religiösen Aspekt, und ist daher für viele festliche Anlässe in der Vorweihnachtszeit passend.
Empfohlene Altersgruppe
Die primäre Zielgruppe sind Kinder im Vor- und Grundschulalter (ca. 4 bis 10 Jahre). Die klaren Bilder und der eingängige Rhythmus sprechen sie direkt an. Aber auch für Erwachsene, die mit Kindern feiern oder sich an ihre eigene Kindheit zurückerinnern möchten, bietet das Gedicht einen einfachen, charmanten Zugang zur Weihnachtsstimmung. Es ist ein generationenübergreifender Text.
Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
Für Leser oder Zuhörer, die eine tiefgründige, literarisch anspruchsvolle oder explizit religiöse Weihnachtsdichtung suchen, ist dieses Werk weniger geeignet. Es verzichtet bewusst auf komplexe Aussagen, kritische Reflexion oder die christliche Weihnachtsgeschichte. Wer nach moderner Lyrik mit experimentellem Sprachgebrauch sucht oder nach Gedichten, die die kommerzielle oder stressige Seite des Festes thematisieren, wird hier nicht fündig.
Dauer des Vortrags
Bei einem gemächlichen, betonten Vorlesen, das die Stimmung aufkommen lässt, dauert der Vortrag des gesamten Gedichts etwa 30 bis 40 Sekunden. Die Kürze macht es zu einem idealen Pointen- oder Abschlussgedicht für eine weihnachtliche Ansprache, ohne dass die Aufmerksamkeit der Zuhörer nachlässt.
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