Weihnachtsgedichte
Die Weihnachtszeit sollte warmherzig, liebenswürdig und friedlich sein. Manche Menschen fahren in den Urlaub, andere feiern Weihnachten traditionell bei den Eltern oder Großeltern. Aber egal wie und wo Weihnachten verbracht wird, das Fest der Liebe stellt für viele Familien und deren liebste Mitmenschen eine einzigartige Zeit im Jahr da. Um diese zu verschönern, lässt sich das Beisammensein z. B. mit einem Weihnachtsgedicht bereichern. Es gibt unzählige Verse bekannter und weniger bekannter Dichter, deren Reime niemals Langeweile aufkommen lassen und die die weihnachtliche Stimmung zusätzlich aufhellen können.
Für die Vorweihnachtszeit eignen sich Adventsgedichte besonders gut, um sich auf das nahende Fest einzustimmen. Besinnliche Weihnachtsgedichte erinnern an den wahren Sinn der Weihnacht und unterstreichen den weihnachtlichen Zauber, der überall erstrahlt. Damit niemand zu kurz kommt, und die Poesie möglichst ausgiebig wirken kann, gibt es lange Weihnachtsgedichte. Der ein oder andere erinnert sich auch gerne an alte Gedichte und freut sich Jahr für Jahr über weihnachtliche Klassiker. Lustige Weihnachtsgedichte können eine willkommene Abwechslung sein und für Heiterkeit und Spaß in der ganzen Familie sorgen. Mit einem schönen Weihnachtsgedicht lässt sich letztlich die Bescherung einleiten.
All jene zuvor erwähnten Kategorien sind auf unserer Webseite zu finden. Darin befinden sich zahlreiche Werke, mit denen Ihr Euer Weihnachtsfest so einzigartig wie möglich machen könnt.
Abschließend bleibt uns nur noch eines zu sagen:
Euch allen viel Spaß beim Durchstöbern unserer Gedichte-Sammlung und frohe Weihnachten!
Inhaltsverzeichnis
Unser Inhaltsverzeichnis hilft, um möglichst zielsicher durch unsere Seite zu navigieren.
- Neue Weihnachtsgedichte
- Bekannte Weihnachtsgedichte
- Weihnachtsgedichte als Bild
- Adventsgedichte
- Besinnliche Weihnachtsgedichte
- Christliche Weihnachtsgedichte
- Klassische Weihnachtsgedichte
- Kurze Weihnachtsgedichte
- Lange Weihnachtsgedichte
- Lustige Weihnachtsgedichte
- Schöne Weihnachtsgedichte
- Weihnachtsgedichte für Kinder
- Weihnachtsgedichte zum Nachdenken
- Wissenswertes über Weihnachtsgedichte
- Video mit Weihnachtsgedichten
- Weihnachtsgedicht eintragen
1. Neue Weihnachtsgedichte
Zur Weihnachtszeit werden auf unserer Webseite Jahr für Jahr zahlreiche neue Weihnachtsgedichte eingetragen. Die letzten drei von insgesamt 367 Einträgen findest Du immer an dieser Stelle.
Hinweis: Auch Deine Werke könnten hier stehen. Wie das geht, erfährst Du hier.
Weihnachtsstrafe
Bruder David will was naschenAutor: weihnachtsgedichte.biz
steckt sich alles in die Taschen
Lisa geht zur Plätzchendose
findet nur noch Schokosauce
Leckt eilig den Behälter leer
Ui, das schmeckt ihr wirklich sehr
Mutter sieht die beiden Frechen
wird sich sicher an den Naschern rächen.
"Ich will eure Hosen waschen,
leert doch bitte eure Taschen."
David zeigt auf seine Schwester
und beginnt sogleich mit dem Geläster.
Lisa petzt den Keksdiebstahl
Mutter sagt: "Ihr habt die Wahl:
Ihr könnt jetzt das Bäumchen schmücken
oders Christkind wird sich gleich verdrücken."
Weihnachtspflichten
Backen, Basteln, Krippen bauenAutor: weihnachtsgedichte.biz
Singen, Stricken, Süßes kauen
Grübeln, Grüßen, Gutes tun
Lesen, Lieben, lange ruhen
Essen, Stressen, nichts vergessen
Und den Platz des Baums bemessen
Planen, Putzen, Haus polieren
Verzeihen, Vespern, Baum verzieren
Wundern, Wünschen und auch Wichteln
All das sind deine Weihnachtspflichten!
Bald wieder ist Weihnachtszeit
Elias freut sich so auf den AdventAutor: weihnachtsgedichte.biz
Im Kalender öffnet er ein Türchen
Heraus kommt da ein Playmobilfigürchen
Am Sonntag schon das erste Kerzlein brennt
Bald darauf kauft er mit Papa einen Baum
Ganz grün, ganz buschig und ganz groß
Der Junge staunt und kanns erwarten kaum
Wann geht’s denn mit dem Schmücken endlich los?
Oh, jetzt ist schon das dritte Kerzlein an
Es duftet auch im ganzen Haus
denn Oma ist am Backen dran
Papa holt den Christbaumschmuck heraus
Elias sieht das vierte Kerzlein brennen
Und schon ist er da, der schönste Tag im Jahr
Alles soll so sein, wie wir es kennen
Und das Christkind kommt, das ist doch klar!
2. Bekannte Weihnachtsgedichte
Gedichte haben eine lange Tradition und gehören für viele Menschen zur Weihnachtszeit einfach dazu. Dessen sind wir uns bewusst. Und genau deshalb ist diese Webseite auch entstanden. Mittlerweile beinhaltet unsere Datenbank 367 Werke. Darauf sind wir besonders stolz!
Egal ob besinnlich oder lustig, ob kurz oder lang - wir haben für fast jeden Wunsch einen schönen Vers parat. Die schönsten Weihnachtsgedichte möchten wir Euch nun vorstellen:
- Advent von Rainer Maria Rilke
- Alles still! von Theodor Fontane
- Bäume leuchtend von Johann Wolfgang von Goethe
- Christkind von Peter Cornelius
- Der Stern von Wilhelm Busch
- Knecht Ruprecht von Theodor Storm
- Vom Christkind von Anna Ritter
- Weihnachten von Joseph von Eichendorff
- Weihnachten wird es für die Welt von Adele Schopenhauer
3. Weihnachtsgedichte als Bild
Hinweis: Du kannst die Pfeile nutzen, um vorwärts oder rückwärts zu blättern.
4. Adventsgedichte
Erinnerst Du dich auch noch daran, was deine Großmutter oder dein Großvater zur Weihnachtszeit immer gesagt hat? Meist sind es nur ein paar Worte, ein Spruch oder ein Gedicht. Aber die Zeilen bleiben für immer unvergessen.
Und jedes Jahr, wenn die Kerzen am Adventskranz nacheinander entzündet werden und in der dunklen Winternacht leuchten, erinnerst Du dich wieder daran. Wunderschöne Erinnerungen werden wach.
Es bedarf wirklich nicht immer der großen Geschenke. Schon die Kleinsten können sich ein paar reimende Zeilen merken. Und ein passendes Adventsgedicht prägt sich für immer ein.
Der Advent
Das letzte Blatt im KalenderAutor: weihnachtsgedichte.biz
zeigt den Monat Dezember.
Es beginnt wieder eine besondere Zeit:
Der Advent mit all seiner Herrlichkeit.
Festlich geschmückt sind Häuser, Zimmer und Zweige.
Das alte Jahr - es geht zur Neige.
Auch der Advent geht der Weihnacht entgegen.
Welch schöne Zeit! Welch ein Segen!
Zauberhafte Adventszeit
Advent, wir haben dich vernommen.Autor: weihnachtsgedichte.biz
Die stille Zeit ist angekommen.
Silbern glänzt der Winterwald,
wenn zur Schlittenfahrt das
Glöckchen schallt.
Und vom Himmel strahlen Sterne.
Friede ist nun nicht mehr ferne.
Weihnachten, du schönste Zeit
mach´ unser Herz für dich bereit.
Horcht nur hinaus!
Knecht Ruprecht huscht um unser Haus.
Bringt Nüsse dir und Marzipan.
Darum lieben wir den braven Mann.
Auch Spielzeug hat er mitgebracht,
verschwindet leise wieder in die Nacht.
mehr AdventsgedichteAdvent, Advent, ein Lichtlein brennt
"Advent, Advent,Autor: weihnachtsgedichte.biz
ein Lichtlein brennt",
heißt es hier
und überall.
Brennen die Kerzen alle Vier
kommt Weihnachten mit Klang und Schall.
Bis dahin lasst uns feiern den Advent,
den hier zulande jeder kennt.
Zimt, Orangen, Tannenduft
liegt in diesen Wochen in der Luft.
Draußen rieselt sanft der Schnee
und die Kinder schrei'n "Juchee".
Der Advent ist eine schöne Zeit,
sowohl für jung, als auch für alt.
5. Besinnliche Weihnachtsgedichte
Die Weihnachtszeit ist eine friedliche, herzliche und besinnliche Zeit. Eine Zeit, in der man zur Ruhe kommt. Eine Zeit, die man gerne mit seinen Liebsten, seiner Familie und seinen Freunden in einer gemütlichen Atmosphäre verbringt. Neben einem prächtig geschmückten Tannenbaum, klassischen Weihnachtsliedern und einem gut gefüllten Teller voller leckerer Lebkuchen gehören auch Gedichte zum Weihnachtsfest dazu. Mit besonnenen Worten und wohlig klingenden Reimen wird das weihnachtliche Beisammensein erst richtig besinnlich. Eine vielfältige Auswahl von besinnlichen Weihnachtsgedichten findet Ihr hier.
Das Rad der Zeit
Kanns sein, schon wieder ist Advent!Autor: weihnachtsgedichte.biz
Ist doch grade erst gewesen
so denkt die alte Frau und seufzt
"Ja ja, das Rad der Zeit:
Es dreht sich schnell und immer schneller!"
Für den Enkel doch ists eine ziemlich lange Zeit
Will sie so gar nicht schnell vergehen
Kaum kann er das Fest erwarten
Nur, die Zeit für ihn schleicht und schleicht
Am Weihnachtstage, schaut doch nur!
Das Rad der Zeit steht plötzlich still
Denn Stille Nacht verzaubert wieder Jung und Alt!
Das Fest
Fest der Freude, Fest der Tradition,Autor: weihnachtsgedichte.biz
manchmal auch der Aversion.
Fest der Kinder und Familien,
jeder hat hierbei ganz eigene Kriterien.
Fest der Musik - aber auch der Stille,
es ist ein Muss - wie der Lebenswille.
Fest der Wärme und Geborgenheit,
mit Erinnerungen aus der Vergangenheit.
Fest des guten Essens in Geselligkeit,
von Jahr zu Jahr in Regelmäßigkeit.
Fest des Lichts in dunkler Zeit,
für viele auch in Einsamkeit.
Fest von unendlichem Konsum,
warum nicht mal beschränken auf ein Minimum?
Fest von so manchem Familienstreit,
ausgetragen kilometerweit.
Trotzdem ist und bleibt das Fest ein Hit,
für die meisten ist es schön, dass es dich gibt!
mehr besinnliche WeihnachtsgedichteWeihnachten in der Natur
In der Kälte ruht die Natur.Autor: weihnachtsgedichte.biz
Doch wir Menschen denken nur
An das Weihnachtsfest
Die Adventszeit, sie stresst
Uns sehr
Dabei geht es um mehr
Als um uns
In der Kälte ruht der See.
Die Bäume sind kahl und stumm
Durch die Blätter fällt ein schummriges Licht
Das Gras ist bedeckt von Schnee
Die Welt dreht sich nicht
Um uns
6. Christliche Weihnachtsgedichte
Das Weihnachtsfest ist für Christen aus aller Welt womöglich die bedeutendste Zeit des Jahres. Fest in unserer Kultur verankert, verzaubert der Heiligabend jedes Jahr aufs Neue die Herzen von Millionen von Menschen. Doch Weihnachten ist viel mehr als ein Fest des besinnlichen Beisammenseins und der Familie.
Bereits in den Adventssonntagen manifestiert sich der christliche Doppelcharakter des hoffnungsvollen Wartens: auf der einen Seite das Warten auf die Ankunft von Jesus Christus, auf der anderen Seite auf seine ersehnte Wiederkunft am Ende aller Zeit.
Die Weihnachtsfeiertage bieten nicht nur Raum für Besinnlichkeit und Familienglück, sondern auch für Hoffnung, Erneuerung und Spiritualität. Gedichte spielen dabei eine zentrale Rolle. Christliche Weihnachtsgedichte erzählen von den Grundmotiven des Weihnachtsmythos: von Frieden, Liebe und froher Botschaft.
Hoffnung
Das uns ein Kindlein wurd‘ gesendet,Autor: weihnachtsgedichte.biz
zeigt, dass der Herr sich zu uns wendet,
uns wieder große Hoffnung gibt,
auch in den dunklen Stunden liebt.
Ganz klein und zart in einem Stall,
so ohne Prunk und Geld,
um Heil zu bringen überall
und Liebe in die Welt.
Danke, lieber, frommer Christ
Danke, lieber, frommer Christ,Autor: weihnachtsgedichte.biz
dass du für uns geboren bist.
Du nimmst uns Sorge, wäschst uns rein,
damit wir gute Kinder Gottes sein.
Wir freu'n uns, lieber Jesus Christ,
weil heute dein Geburtstag ist.
Auf der Erde weit und breit,
bricht an die frohe, sel'ge Zeit.
Ich wünsch in dieser Nacht von dir,
ein reines Herz, die Seele treu,
dass ich ein frommer Christ nun sei,
Gottes Sohn, das schenke mir.
mehr christliche WeihnachtsgedichteEuch ward ein Heiland geboren
Euch ward ein Heiland geboren,Autor: weihnachtsgedichte.biz
jubeln die Engel im Chor.
Gottes Sohn, zu Großem erkoren,
hat für jeden Menschen ein offenes Ohr.
Die Heilige Nacht strotzt vor Herrlichkeit
Mit dem Engelschor aus Licht und Schall,
doch genauso herrscht große Bescheidenheit.
denn Jesus, der Herr, liegt in Windeln im Stall.
Umgeben von Hirten, Stroh und Vieh,
ist er arm, doch gesegnet, vergesst das nie.
7. Klassische Weihnachtsgedichte
"Von drauß’ vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!" Zeilen wie diese aus Theodor Storms Klassiker Knecht Ruprecht sind fester Bestandteil alljährlicher Weihnachtsfeiern. Viele kennen traditionelle Weihnachtsgedichte noch aus ihrer eigenen Kindheit und verbinden schöne Erinnerungen damit.
Um Euer familiäres Weihnachtsfest stimmungsvoll gestalten zu können, haben wir für Euch alte Weihnachtsgedichte Klassiker zusammengetragen. Mit Texten von Johann Wolfgang von Goethe, Joachim Ringelnatz, Wilhelm Busch oder Rainer Maria Rilke könnt Ihr nicht nur in Erinnerungen schwelgen, sondern auch Euer diesjähriges Fest in eine feierliche Stimmung bringen.
Zu Weihnachten
So kommst du in mein altgewordnes Leben,Autor: Gustav Kühne
Kommst wieder, Weihnacht, selig Kinderfest,
Willst mir den ersten Traum noch einmal geben,
Hältst lächelnd noch das Kind im Manne fest!
Wenn’s Frühling wird, halt ich mein Weib im Arm
Und fei’re Auferstehungsfest hinieden.
An ihrem jungen Herzen treu und warm
Hat mir der Herr ein Frühlingsfest beschieden.
Jetzt geht er um mit stiller Geistermacht,
Und horcht und klopft und lauscht nach seinen Lieben.
Er flüstert in der dunklen Winternacht:
Ihr alten Kinder, seid ihr wach geblieben?
Will sich der Lenz an meines Weibes Herzen
Dem alten Menschen fröhlich jung erneu´n:
Oh, lasst mich auch für herbe Winterschmerzen,
Lasst mich ein Kind mit meinen sein!
Weihnacht
Da hob sich voll der Klang der Weihnachtsglocken.Autor: Hugo Salus
Zu meinem Lager, drauf ich matt und krank
Und einsam siechte, drang ihr Friedensklang;
Ich wachte auf, erregt und süß erschrocken.
Mir war, der Engel der Versöhnung bleibe
Auf seinem Flug vor meinem Fenster auch,
Es taue auf vor seines Mundes Hauch
Die frosterstarrte, blinde Fensterscheibe.
Als spräche er zu mir: Mein lieber Heide,
Zum Sternenhimmel blick empor! Du bist
Durch das Martyrium des Leid's ein Christ!
Auch dir klingt eine Glocke: Leb' und leide!
mehr klassische WeihnachtsgedichteDie Heilige Nacht
Gesegnet sei die Heilige Nacht,Autor: Eduard Mörike
Die uns das Licht der Welt gebracht!
Wohl unterm lieben Himmelszelt
Die Hirten lagen auf dem Feld.
Ein Engel Gottes, licht und klar,
Mit seinem Gruß tritt auf sie dar.
Vor Angst sie decken ihr Angesicht,
Da spricht der Engel: Fürcht't euch nicht!
Ich verkünd' euch große Freud:
Der Heiland ist euch geboren heut.
Da gehn die Hirten hin in Eil,
Zu schaun mit Augen das ewig Heil;
Zu singen dem süßen Gast Willkomm,
Zu bringen ihm ein Lämmlein fromm.
Bald kommen auch gezogen fern
Die Heil'gen Drei König' mit ihrem Stern.
Sie knien vor dem Kindlein hold,
Schenken ihm Myrrhen, Weihrauch, Gold.
Vom Himmel hoch der Engel Heer
Frohlocket: Gott in der Höh sei Ehr!
8. Kurze Weihnachtsgedichte
Kurze Weihnachtsgedichte vermitteln in der Vorweihnachtszeit durch Minimalität das, was Weihnachten ausmacht. Es braucht einfach nicht viel, um seine Mitmenschen zu überraschen.
Ob Du nun eine Weihnachtskarte an einen lieben Menschen schreibst oder einen Beitrag auf Facebook, WhatsApp oder Instagram planst - hiermit kannst Du jedem mit wenigen Worten eine kleine Freude bereiten und die frohe Zeit noch besinnlicher gestalten. Ganz besonders eignen sich kurze Verse in Verbindung mit einem passenden Foto oder einer kleinen Zeichnung, mit denen Du ein Lächeln auf die Gesichter der Betrachter und Leser zauberst. Außerdem passt ein kurzes Weihnachtsgedicht auch auf einen schön gestalteten Anhänger für Geschenke.
Am Heiligabend, die Straßen verlassen
Am Heiligabend, die Straßen verlassen,Autor: weihnachtsgedichte.biz
denn jeder begibt sich nach Haus,
friedlich und still liegen die Gassen,
festlich und schön sieht es aus.
Mit Bildern verziert die Fenster und Türen,
dahinter die Tanne, festlich geschmückt,
draußen sind Rentiere, die den Schlitten anführen,
Groß und Klein sind selig beglückt.
Steht im Wohnzimmer die große Tanne
Steht im Wohnzimmer die große Tanne,Autor: weihnachtsgedichte.biz
wissen alle: jetzt dauert es nicht mehr lange.
Weihnachten steht vor der Tür,
das Christkind ist bald hier.
Der Baum wird geschmückt, die Geschenke versteckt,
und manch ein Wichtel hat einen Streich ausgeheckt.
Am Heiligabend wird geschmaust und gesungen
es dauert lange, bis der letzte Ton ist verklungen.
mehr kurze WeihnachtsgedichteDer Weihnachtsbaum
Wunderschön, fast wie im TraumAutor: weihnachtsgedichte.biz
Steht geschmückt der Weihnachtsbaum.
Ruhe, Wärme und Besinnlichkeit -
jetzt beginnt die Weihnachtszeit.
Die Zweige tragen eine prächtige Last
Kugeln und Lichter schmücken jeden Ast.
Auch seine Glocken leise klingen.
Weihnachten möchte ich zu Hause verbringen.
9. Lange Weihnachtsgedichte
Wer im Dezember dem Nikolaus oder Weihnachtsmann begegnet sollte ein Gedicht oder Weihnachtslied parat haben, sonst bleibt der verlockende Geschenkesack meist verschlossen. Doch warum immer das gleiche Gedicht aufsagen? Dieses Jahr kannst Du in der gesamten Weihnachtszeit mit wunderschönen, mehrstrophigen Gedichten glänzen. Lange Weihnachtsgedichte erzählen Geschichten für Groß und Klein. Hierbei kann jeder in seine eigene Gedankenwelt eintauchen, sich entspannt zurücklehnen und richtig in Weihnachtsstimmung kommen.
Weihnachten wie immer
Weihnachten, wieder Mal.Autor: weihnachtsgedichte.biz
Schon wieder Qual.
Die Qual der Wahl.
Mach ich es so wie immer
und dekorier‘ die Zimmer?
Oder ist das zu spießig
mein "Retro-Hunger" riesig?
Ich weiss nicht recht und drum
mach ich nicht lange rum.
Na klar, dieser will das,
jener kriegt dann nen Hass.
Auf wen, liegt auf der Hand.
Auf den, der sich’s getraut,
mit allen sich’s versaut.
Nur, weil er’s halt Mal anders will,
besinnlich, ehrlich, schlicht und still.
Ohne Geschenke-Kauf
und Ausgaben zuhauf.
Stattdessen lieber chillig,
nur Essen geh’n, nicht billig.
Dafür mehr Zeit und Muse
nebst Frau in schönster Bluse.
Es könnte funktionieren,
man müsst es nur probieren.
Doch daran scheitert’s immer,
das Risiko scheint schlimmer,
dass Family hienieden,
verliert den Weihnachtsfrieden.
Vielleicht auch den Verstand,
es liegt doch auf der Hand:
"Mal anders" kannst vergessen,
denn alle sind versessen.
Auf: "Weihnachten WIE IMMER"
Es bricht an die schöne Weihnachtszeit
Es bricht an die schöne Weihnachtszeit,Autor: weihnachtsgedichte.biz
eingeläutet von der Glocken hellem Schall,
in diesen Tagen wünscht sich jeder Friede und Freud,
von Europa nach Asien, ja, überall.
Chöre erhellen den Tag mit süßem Gesang,
Zimt, Lebkuchen und Bratapfelduft,
erfüllen im ganzen Land die Luft.
Ja, Weihnachten ist die Zeit von Gerüchen und Klang.
Dann ist er da, der große Tag,
an dem kein Kind still sitzen mag,
die Pakete stapeln sich unter dem Baum,
Spannung und Vorfreude liegen im Raum.
Doch Weihnachten ist mehr als Geschenke und Essen,
das sollten wir alle nie vergessen,
Es geht um Liebe und Großzügigkeit,
daran erinnern wir uns jede Weihnachtszeit.
mehr lange WeihnachtsgedichteDie Festnacht
Dies' Gefühl, das sich rührt in mir,Autor: weihnachtsgedichte.biz
ist mit nichts zu vergleichen, ich sag es dir.
So tröstend, so festlich, so unfassbar warm!
Wie ein Heimkommen ist es, mit ganz eignem Charme.
Die Lieder im Radio, sie sind jedes Jahr gleich.
Doch grad das ist so herrlich, ich fühl mich so reich.
Die Jahre vergehen, auch dieses ging schnell,
doch am Ende des Jahres leuchtet es immer besonders hell!
Heller als jedes Scheinwerferlicht,
ist die Flamme der Weihnachtskerze auf meinem Gesicht.
Heut sind wir zusammen, so wie es soll sein,
die Familie, die Lieben, im glanzvollen Schein.
Das vertraute Gefühl, es liegt in der Luft,
genau wie der wärmende Kekserl-Duft.
Diese Zeit im Jahr ist einzigartig, bald ist sie wieder vorbei, gebt nur Acht!
Kostet sie aus, mit jedem Moment, die heilige Festnacht.
10. Lustige Weihnachtsgedichte
Alle Jahre wieder weihnachtet es schon wieder. Weihnachten gilt als ein besinnliches Fest, doch läuft es manchmal Gefahr, viel zu ernst zu sein. Das alljährliche Weihnachtsessen und das Auspacken der Geschenke sollten nicht zur Routine werden. Für ein schönes Beisammensein und ein unvergleichliches Weihnachtsfest kann bspw. mit einem Gedicht nachgeholfen werden. Mit einem lustigen Weihnachtsgedicht ist es einfach, eine gesellige Runde aufzuheitern. Während die Familie eine schöne Zeit miteinander verbringt, können witzige Weihnachtsgedichte die Stimmung auflockern.
Erschaffe unvergessliche Momente und mache mit etwas Spaß schnell und einfach ein ganz besonderes Fest daraus. Ein herzliches Lachen steckt an und ist doch einer der schönsten Momente an den besonderen Festtagen.
Marzipankartoffeln
Marzipankartoffeln sind im Beutel drinnen,Autor: weihnachtsgedichte.biz
die können nicht schmecken und sind auch noch hin.
Denn sie haben Risse und sind voll zerdrückt,
rühr bloß keine an, denn sonst wirst du verrückt.
Marzipankartoffeln gelten zwar als fein,
doch trotzdem kann man sich ja nie sicher sein.
Die sollen zwar weich sein, doch die sind zu hart,
kann man kaum zerteilen, hätt lieber gespart.
Marzipankartoffeln machen dich nur fett,
darüber hinaus ist der Preis auch nicht nett.
Vielleicht kauf ich mir nächstes Mal lieber Maronen,
doch nein, ich will meine Zähne ja noch schonen.
Der Christstollen
Leider wurde mir ein Christstollen geschenkt,Autor: weihnachtsgedichte.biz
das kommt dabei raus, wenn der Gebende nicht denkt.
Leider wurde mir ein Christstollen geschenkt,
doch damit hat der Gebende mich nur schwer gekränkt.
Die Rosinen bejahrt, mit Puder nicht gespart,
und dann wundert man sich, komme ich so nicht in Fahrt?
Er ist eingedellt, und der Teig zerfällt,
und dann wundert man sich, wenn es einem nicht gefällt?
Ich schneide ihn an, und denke manoman,
und dann wundert man sich, wenn es mir nicht schmecken kann?
Ich ess nur ein Stück, der Rest bleibt zurück,
und dann wundert man sich, wenn ich Rosinen rauspflück?
mehr lustige WeihnachtsgedichteDer Baumkuchen
Ich esse Baumkuchen,Autor: weihnachtsgedichte.biz
doch der ist zu hart,
er ist zum Verfluchen,
und kein bisschen zart.
Die Schokokruste hat schon viele Risse,
deswegen erwarte bloß keine Bisse.
Ich esse Baumkuchen,
doch der ist zu schmal,
Stücke muss man suchen,
der Geschmack ist schal.
Die Schokokruste fällt in tausend Stücke,
und hatte beim Kaufen schon eine Lücke.
Ich esse Baumkuchen,
doch der ist nicht frisch,
den kann man verbuchen,
als Trockengemisch.
Die Schokokruste ist fast nicht vorhanden,
der Bäcker hat sein Werk hier nicht verstanden.
11. Schöne Weihnachtsgedichte
In der Familie besteht der Zauber von Weihnachten vor allem im gemeinsamen Feiern. Eine Anleitung für ein gelungenes Weihnachtsfest gibt es nicht. Oft genügt es aber schon, die Kerzen am Weihnachtsbaum zu entzünden, etwas Ruhe zu finden und schöne Weihnachtsgedichte vorzutragen oder vorzulesen.
Es ist eine liebe Tradition zu Weihnachten, an unsere Mitmenschen zu denken. Wer eine Weihnachtskarte mit einem schönen Gedicht an seine Liebsten verschickt, bereitet Freude. Genau diese Freude - über die Geburt Jesu - steht zu Weihnachten im Vordergrund. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Weihnachtsgedicht kurz oder lang ist. Es sollte vielmehr von Herzen kommen, uns zum Schmunzeln animieren oder liebe Erinnerungen an die Kindheit wecken.
Am Himmel funkeln grell die Sterne
Am Himmel funkeln grell die Sterne.Autor: weihnachtsgedichte.biz
Glockengeläut dringt aus der Ferne.
Wärme und Besinnlichkeit
machen sich in unsren Herzen breit.
Und wie in einem schönen Traum
steht bunt geschmückt der Weihnachtsbaum.
Überall liegt in der Luft
ein wunderbarer Weihnachtsduft.
Kerzenschein, Freude und Heimlichkeit -
Auf eine schöne Weihnachtszeit.
Die Plätzchen sind gebacken
Die Plätzchen sind gebacken,Autor: weihnachtsgedichte.biz
jetzt ist es Zeit, die Geschenke zu verpacken.
Bücher, Spielsachen und noch viel mehr –
über ein Geschenk, das von Herzen kommt, freut sich jeder sehr.
Was ich noch viel schöner find?
Dass wir alle zusammen sind.
mehr schöne WeihnachtsgedichteEin Leuchten
An jedem Haus ein festliches LichtAutor: weihnachtsgedichte.biz
Und auch die Kerzen fehlen nicht
Die Menschen dekorieren reich
Es weihnachtet, das merkt man gleich!
Es leuchtet und strahlt in kalter Nacht
Hinter den Fenstern wird fröhlich gelacht
Und am schönsten leuchtet das Licht
In einem glücklichen Kindergesicht.
12. Weihnachtsgedichte für Kinder
Was wäre die besinnlichste Zeit des Jahres ohne die Familie? Kinder spüren die magische Aura des Weihnachtsfestes und lassen sich von ihr verzaubern. Voller Sehnsucht und Euphorie stürzen sich die Kleinen in das Abenteuer am Heiligabend und nehmen so manchen Erwachsenen auf ihrer Reise mit.
Furchtlos und neugierig werden sie von langsam fallenden Schneeflocken, dem bunt-leuchtenden und nach Wald duftenden Tannenbaum und den warmen süßen Weihnachtsplätzchen in den Bann gezogen. Erst durch die Kinder wird die Magie des Weihnachtsfestes für alle spürbar.
Kinderweihnachtsgedichte spielen für uns an Weihnachten eine zentrale Rolle. Insbesondere Kinder lernen seit jeher Gedichte auswendig, um sie an Heiligabend dem Weihnachtsmann oder der Familie vorzutragen, bevor es die Geschenke gibt. Gedichte sind ein wichtiger Teil unseres Brauchtums.
Im Folgenden finden Sie einige Werke, die sich sowohl für den Kindergarten als auch für die Grundschule eignen.
Weihnachten ist endlich da
Weihnachten ist endlich da,Autor: weihnachtsgedichte.biz
von Ferne klingen Glocken.
Die Nacht ist kalt und sternenklar,
vom Himmel fallen Flocken.
Kerzenlicht am Tannenbaum,
wir singen Weihnachtslieder.
Plätzchenduft erfüllt den Raum.
Das Christkind fliegt hernieder.
Walnüsse im Jutesäckchen,
leckerer Kinderpunsch.
Viele große Weihnachtspäckchen,
das war mein großer Wunsch.
Der Weihnachtsfreund
Ein kleiner Weihnachtswunsch kam an,Autor: weihnachtsgedichte.biz
beim guten, alten Weihnachtsmann.
Ein kleiner Junge wünschte sich,
nur einen Freund und mehr sonst nicht.
Zum Spielen, Lachen und Pferde stehlen,
darf der beste Freund nicht fehlen.
Drum', lieber Weihnachtsmann, ich brauch' nicht viel
Ein wahrer Freund ist alles, was ich will.
mehr Weihnachtsgedichte für KinderDraußen wird es bitterkalt
Draußen wird es bitterkalt,Autor: weihnachtsgedichte.biz
was rührt sich am Fenster, welche Gestalt?
Ein helles Licht, so warm, so fein,
das Christkind – es will zu uns hinein!
Waren die Kinder brav dies‘ Jahr?
"Ja, selbstverständlich, das ist wahr!"
Geschenke gibt es, für jeden – juhu!
Ausgepackt und gefreut im Nu!
Glücklicher, feiner könnt‘ es kaum sein,
jetzt fängt es auch noch an zu schneien.
So schön, so friedlich, jetzt ist es so weit,
wie jedes Jahr die Weihnachtszeit.
13. Weihnachtsgedichte zum Nachdenken
Weihnachten ist nicht nur ein Fest des besinnlichen Beisammenseins und der Familie. Jedes Jahr aufs Neue hält die Welt für einen Augenblick inne und versucht das allzu schnelle Tempo des Alltags zu entschleunigen.
Es ist die Zeit für Heilung und Erneuerung. Ein Moment der Hoffnung, der Liebe und des Friedens. Viele Menschen überdenken ihre Prinzipien und formen neue Wünsche. Sie schaffen mehr denn je Platz in ihren Herzen für diejenigen, die eigentlich schon immer dort gewesen sind.
Gedichte gehören zu Weihnachten einfach dazu. Sie sind wie Geschichten, die seit jeher an Lagerfeuern erzählt werden, um Erfahrungen auszutauschen. Weihnachtsgedichte zum Nachdenken können ein künstlerischer Anstoß sein, sich über sein bisheriges Leben bewusst zu werden und sich darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist.
Flut zur Weihnacht
AdventAutor: weihnachtsgedichte.biz
Von eins bis vier
Es gibt viel Zucker und noch mehr Lichterketten
Als ob die Häuser zu viel Energie zum Verschwenden hätten
Weihnachten
Von eins bis einhundert
Geschenke gibt es zuhauf und meist ohne Bedacht
Das Online-Shopping hat es uns viel zu leicht gemacht
Advent
Nummer vier
Weihnachten
Ist hier
Die Post atmet auf
Pakete zuhauf
Man erstickt schier
Der Weihnachtsmann
Ich bin der Weihnachtsmann,Autor: weihnachtsgedichte.biz
und habe einen rotten Kittel an,
mit dem geh ich aus meinem Haus,
und teile die Geschenke aus.
Und dennoch bleib ich nur,
eine Symbolfigur,
beflügel Fantasien,
und soll Ängste entziehen.
Die Menschheit sagt ganz gern,
ich käm von einem Stern,
der fern der Erde wohnt,
und die Kinder verschont.
Mein Beutel prall gefüllt,
ins Mäntlein eingehüllt,
bringe ich Glück vorbei,
wo es auch nötig sei.
Dann werden jedes Jahr,
einige Wunder wahr,
obwohl das Leid doch bleibt,
und Hoffnungen vertreibt.
Ein Sklave bin ich doch,
der aus dem Denken kroch,
nicht viel bewegen wird,
und die Unschuld zerstört.
Ist meine Zeit getan,
ist ein anderer dran,
mit der Sklavenarbeit,
die nach Erlösung schreit.
mehr Weihnachtsgedichte zum NachdenkenKalte Winde
Die Weihnachtsgrüße kommen jedes Jahr,Autor: weihnachtsgedichte.biz
der Weihnachtsbaum ist riesengroß,
der Weihnachtsmann war wieder da,
Geschenkpapier liegt auf dem Schoß.
Es ist die Zeit,
für Zärtlichkeit,
und für Wahrheit,
zu jeder Tageszeit.
Doch warum erst dann?
Warum kann,
ein guter Mensch nur dann entstehen,
wenn draußen kalte Winde wehen?
Wenn der Schnee wieder verschwunden,
heilen auch seelische Wunden.
Schließen sich zum Ganzen zu,
und geben zum Glück wieder Ruh.
14. Wissenswertes über Weihnachtsgedichte
Was macht Weihnachtsgedichte so besonders?
Weihnachtsgedichte sind weit mehr als nur gereimte Zeilen zur Festzeit. Sie sind kulturelle Träger von Traditionen, emotionale Brücken zwischen Generationen und künstlerische Ausdrucksformen, die das Weihnachtsfest seit Jahrhunderten prägen. Ihre Besonderheit liegt in ihrer Fähigkeit, komplexe Gefühle - Vorfreude, Nostalgie, Dankbarkeit, Hoffnung - in wenigen Versen zu verdichten und dabei gleichzeitig zeitlos und aktuell zu wirken.
Im Gegensatz zu Prosa schaffen Gedichte durch Rhythmus und Reim eine musikalische Qualität, die sie besonders einprägsam macht. Kinder lernen Weihnachtsgedichte oft mühelos auswendig, weil der Klang der Worte ihnen beim Merken hilft. Erwachsene erinnern sich oft ein Leben lang an Gedichte, die sie in der Kindheit gelernt haben, was ein klarer Beweis für die nachhaltige Wirkung dieser literarischen Form ist.
Weihnachtsgedichte erfüllen auch eine wichtige soziale Funktion. Sie strukturieren Weihnachtsfeiern, schaffen gemeinsame Momente der Aufmerksamkeit und geben besonders Kindern die Möglichkeit, im Mittelpunkt zu stehen und Anerkennung zu erhalten. Der Vortrag eines Gedichts vor der Familie ist für viele Kinder eine prägende Erfahrung, die ihr Selbstbewusstsein stärkt und positive Erinnerungen schafft.
Die Geschichte der Weihnachtslyrik
Die Tradition der Weihnachtsgedichte reicht weit zurück. Bereits im Mittelalter entstanden religiöse Verse zur Weihnachtszeit, zunächst in lateinischer Sprache, später auch auf Deutsch. Diese frühen Gedichte waren stark liturgisch geprägt und dienten der Verkündigung der biblischen Weihnachtsgeschichte.
Mit der Romantik im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert erlebte die Weihnachtslyrik eine Blütezeit. Dichter wie Joseph von Eichendorff, Clemens Brentano und Theodor Storm schufen Werke, die bis heute zum Kernbestand deutscher Weihnachtskultur gehören. Sie betonten die emotionale und atmosphärische Seite von Weihnachten und prägten das Bild vom verschneiten, heimelig-gemütlichen Weihnachtsfest, das wir heute kennen.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich parallel eine bürgerliche Weihnachtskultur, die den Fokus auf Familie und häusliches Glück legte. Weihnachtsgedichte dieser Zeit spiegeln diese Werte wider und zeigen Weihnachten als Fest der Familie, der Kinder, des Schenkens. Viele der heute als "klassisch" geltenden Gedichte stammen aus dieser Epoche.
Das 20. Jahrhundert brachte eine Diversifizierung der Weihnachtslyrik. Neben traditionellen, religiösen und besinnlichen Gedichten entstanden humorvolle, satirische, moderne und experimentelle Formen. Diese Vielfalt spiegelt die zunehmende Pluralisierung der Gesellschaft wider - Weihnachten wird nicht mehr einheitlich gefeiert und interpretiert, und die Gedichte zeigen diese Vielfalt.
Wie du das passende Weihnachtsgedicht findest
Die Auswahl des richtigen Weihnachtsgedichts hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst solltest du den Anlass bedenken: Suchst du ein Gedicht für eine Weihnachtskarte? Für einen Kindervortrag? Für eine Firmenfeier? Für einen stillen Moment allein? Jeder Anlass erfordert einen anderen Ton, eine andere Länge, einen anderen Grad an Formalität.
Auch die Zielgruppe ist entscheidend. Ein Gedicht für Kleinkinder muss einfach, kurz und rhythmisch sein. Eines für Teenager sollte nicht zu kindlich wirken. Ein Gedicht für ältere Menschen darf klassischer und anspruchsvoller sein. Wenn du für eine gemischte Gruppe suchst, wähle etwas Universelles, das verschiedene Altersgruppen anspricht.
Berücksichtige auch die Atmosphäre, die du schaffen möchtest. Soll es besinnlich und ruhig sein? Fröhlich und heiter? Nachdenklich und tiefgründig? Die Stimmung des Gedichts sollte zur gewünschten Atmosphäre des Moments passen. Ein lustiges Gedicht zur falschen Zeit kann stören, genauso wie ein zu ernstes zur unpassenden Gelegenheit.
Die Länge ist ebenfalls wichtig. Für Weihnachtskarten eignen sich kurze Gedichte, die auf die Karte passen. Für den Vortrag vor der Familie kann es länger sein, sollte aber die Aufmerksamkeitsspanne der Zuhörer nicht überfordern. Als Faustregel gilt: Lieber etwas kürzer und prägnant als zu lang und ermüdend.
Schließlich spielt auch dein persönlicher Geschmack eine Rolle. Wähle Gedichte, die dich selbst ansprechen. Deine Begeisterung überträgt sich auf andere. Ein Gedicht, das du selbst schön, berührend oder witzig findest, wirst du authentischer vortragen oder überzeugender empfehlen als eines, das dich kalt lässt.
Weihnachtsgedichte im digitalen Zeitalter
Die Art und Weise, wie wir Weihnachtsgedichte nutzen und teilen, hat sich im digitalen Zeitalter verändert. Früher wurden Gedichte hauptsächlich aus Büchern vorgelesen oder handschriftlich auf Karten geschrieben. Heute werden sie häufig online gesucht, digital verschickt und in sozialen Medien geteilt.
Diese Digitalisierung hat Vor- und Nachteile. Einerseits ist der Zugang zu Weihnachtsgedichten so einfach wie nie. Mit wenigen Klicks findest du hunderte Gedichte zu jedem Thema. Du kannst gezielt nach bestimmten Arten suchen - nach Länge, Stil, Autor. Diese Zugänglichkeit demokratisiert die Lyrik und macht sie einem breiten Publikum verfügbar.
Andererseits geht durch die Digitalisierung manchmal die Wertschätzung verloren. Ein schnell kopiertes Gedicht in einer E-Mail hat nicht dieselbe Wirkung wie ein handgeschriebenes auf einer sorgfältig ausgewählten Karte. Die Leichtigkeit des Zugangs kann zu Beliebigkeit führen. Deshalb ist es wichtig, auch im digitalen Zeitalter bewusst mit Gedichten umzugehen, sie sorgfältig auszuwählen und würdig zu präsentieren.
Neue digitale Formate eröffnen auch neue Möglichkeiten. Gedichte können mit Bildern, Musik oder Animationen kombiniert werden. Sie können als Videos geteilt oder als Audiodateien verschickt werden. Diese multimedialen Formen sprechen besonders jüngere Generationen an und zeigen: Weihnachtslyrik ist nicht verstaubt, sondern lebendig und wandlungsfähig.
Die therapeutische und pädagogische Kraft von Weihnachtsgedichten
Weihnachtsgedichte haben über ihren ästhetischen Wert hinaus auch therapeutische und pädagogische Funktionen, die oft unterschätzt werden. Psychologisch gesehen können Gedichte helfen, Emotionen zu verarbeiten und auszudrücken, die sonst schwer in Worte zu fassen wären.
Für Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle direkt zu äußern, kann ein Gedicht ein Vermittler sein. Statt selbst zu sagen "Ich liebe dich" oder "Ich bin dankbar", kann man ein Gedicht verschicken oder vortragen, das diese Gefühle ausdrückt. Diese indirekte Form der Kommunikation ist manchmal leichter und kann dennoch tief berühren.
In der Arbeit mit Kindern sind Gedichte wertvolle pädagogische Werkzeuge. Sie fördern Sprachentwicklung, Gedächtnis, Konzentration und Ausdrucksfähigkeit. Kinder, die regelmäßig Gedichte lernen und vortragen, entwickeln ein besseres Sprachgefühl und mehr Selbstvertrauen beim Sprechen vor anderen. Diese Fähigkeiten sind übertragbar auf viele Lebensbereiche.
Auch für Menschen mit Demenz können vertraute Weihnachtsgedichte eine Brücke zur Vergangenheit sein. Oft erinnern sich Erkrankte an Gedichte aus ihrer Kindheit, auch wenn andere Erinnerungen verblassen. Das gemeinsame Aufsagen alter Gedichte kann Momente der Klarheit und Verbundenheit schaffen, die für Betroffene und Angehörige kostbar sind.
In der Trauerarbeit können nachdenkliche Weihnachtsgedichte helfen, den Schmerz über einen Verlust auszudrücken und zu verarbeiten. Sie geben dem Unsagbaren eine Form, sie zeigen: Andere haben ähnliches erlebt und durchlebt. Diese Solidarität kann tröstlich sein.
Tipps für den gelungenen Vortrag
Ein Gedicht vorzutragen ist eine Kunst, die man lernen kann. Mit einigen Grundprinzipien wird jeder Vortrag wirkungsvoller und eindrücklicher.
Vorbereitung ist entscheidend: Lerne das Gedicht gründlich. Auch wenn du es abliest, solltest du es mehrmals laut geübt haben. So vermeidest du Stolpern und kannst dich auf den Ausdruck konzentrieren statt auf das Entziffern des Textes.
Verstehe, was du sagst: Kläre alle unbekannten Wörter. Verstehe den Sinn jeder Zeile. Nur wenn du weißt, wovon du sprichst, kannst du es überzeugend vortragen. Überlege auch: Welche Emotion soll transportiert werden? Freude? Wehmut? Staunen? Dein Vortrag sollte diese Emotion spiegeln.
Spreche langsam und deutlich: Viele Menschen sprechen beim Vortragen zu schnell, aus Nervosität oder weil sie schnell fertig werden wollen. Zwinge dich zur Langsamkeit. Jedes Wort sollte verständlich sein. Pausen sind wichtig - nach jeder Strophe, manchmal auch mitten in einer Zeile, wenn es der Sinn erfordert.
Nutze deine Stimme: Variiere Lautstärke, Tonhöhe und Tempo. Ein monotoner Vortrag langweilt, auch wenn das Gedicht gut ist. Betone wichtige Wörter. Flüstere leise Passagen, sprich lauter bei Höhepunkten. Diese Modulation macht den Vortrag lebendig.
Halte Blickkontakt: Wenn du das Gedicht auswendig kannst, schaue deine Zuhörer an. Auch wenn du abliest, hebe den Blick gelegentlich. Dieser Kontakt schafft Verbindung und macht den Vortrag persönlicher.
Sei authentisch: Verstelle dich nicht. Übertriebene Theatralik wirkt meist lächerlich. Sei du selbst, aber eine konzentrierte, bewusste Version deiner selbst. Deine Aufrichtigkeit ist wichtiger als perfekte Technik.
Warum Weihnachtsgedichte auch heute noch relevant sind
In einer Zeit, in der Kommunikation oft digital, kurz und pragmatisch ist, könnte man denken, Gedichte seien ein Relikt vergangener Zeiten. Doch das Gegenteil ist der Fall: Gerade heute haben Weihnachtsgedichte eine wichtige Funktion.
Sie bieten einen Gegenpol zur Schnelligkeit und Oberflächlichkeit vieler moderner Kommunikationsformen. Ein Gedicht erfordert Zeit - Zeit zum Lesen, zum Verstehen, zum Wirken lassen. Es verlangsamt uns, zwingt uns zum Innehalten. In der hektischen Vorweihnachtszeit kann das heilsam sein.
Gedichte schaffen auch eine Tiefe, die in Alltagskommunikation oft fehlt. Sie sagen mehr als die bloßen Worte ausdrücken. Sie arbeiten mit Klang, Rhythmus, Bildern, Assoziationen. Diese Vielschichtigkeit macht sie reich und befriedigend für Geist und Seele.
In einer zunehmend individualisierten Gesellschaft schaffen Weihnachtsgedichte außerdem Gemeinschaft. Wenn eine Familie ein Gedicht kennt, das jedes Jahr vorgetragen wird, ist das ein verbindendes Element. Es schafft Identität, gibt Halt, stiftet Kontinuität über Generationen hinweg.
Zudem bieten Gedichte eine kulturelle Bildung, die wertvoll ist. Wer klassische Weihnachtsgedichte kennt, hat Zugang zu einem wichtigen Teil deutscher Kultur. Diese Bildung ist nicht elitär, sondern demokratisch - jeder kann Gedichte lesen, lernen, genießen. Und diese kulturelle Teilhabe bereichert das Leben.
Schließlich erfüllen Gedichte auch ein ästhetisches Bedürfnis. Menschen brauchen Schönheit - in der Sprache, in den Bildern, in den Klängen. Weihnachtsgedichte, besonders die guten, bieten diese Schönheit. Sie sind kleine Kunstwerke, die uns daran erinnern, dass das Leben mehr ist als Funktionalität und Zweck.
15. Video mit Weihnachtsgedichten
15. Weihnachtsgedicht eintragen
Unsere Gedichte-Sammlung wird durch unsere fleißigen Besucher in der Weihnachtszeit stets erweitert. Du kennst ein Gedicht, das auf unserer Seite noch fehlt? Dann mach mit und trage es ein. Neue Weihnachtsgedichte sind bei uns immer willkommen.



















