Bald wieder ist Weihnachtszeit
Kategorie: Weihnachtsgedichte für Kinder
Bald wieder ist Weihnachtszeit
Elias freut sich so auf den AdventAutor: weihnachtsgedichte.biz
Im Kalender öffnet er ein Türchen
Heraus kommt da ein Playmobilfigürchen
Am Sonntag schon das erste Kerzlein brennt
Bald darauf kauft er mit Papa einen Baum
Ganz grün, ganz buschig und ganz groß
Der Junge staunt und kanns erwarten kaum
Wann geht’s denn mit dem Schmücken endlich los?
Oh, jetzt ist schon das dritte Kerzlein an
Es duftet auch im ganzen Haus
denn Oma ist am Backen dran
Papa holt den Christbaumschmuck heraus
Elias sieht das vierte Kerzlein brennen
Und schon ist er da, der schönste Tag im Jahr
Alles soll so sein, wie wir es kennen
Und das Christkind kommt, das ist doch klar!
- Ausführliche Interpretation des Gedichts
- Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
- Ist das Gedicht zeitgemäß?
- Wie ist der Schwierigkeitsgrad zu bewerten?
- Für welchen Anlass eignet sich das Gedicht?
- Für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
- Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
- Wie lang dauert der Vortrag?
Ausführliche Interpretation des Gedichts
Das Gedicht "Bald wieder ist Weihnachtszeit" erzählt in einfacher, eingängiger Form die Vorfreude eines Jungen namens Elias auf das Weihnachtsfest. Es folgt dabei chronologisch den traditionellen Bräuchen des Advents. Die Erzählperspektive ist beobachtend und nah am kindlichen Erleben. Jede der vier Strophen markiert einen Schritt im herannahenden Fest: Beginnend mit dem Adventskalender und der ersten Kerze, über den Baumkauf und das Backen der Oma, bis hin zum Entzünden der vierten Kerze und der Gewissheit der Christkind-Ankunft. Besonders auffällig ist die konkrete Nennung einer "Playmobilfigürchen". Diese zeitgenössische, profane Referenz steht im bewussten Kontrast zu romantisch verklärten Adventsbildern und macht das Gedicht greifbar und identifikationsstark für heutige Kinder. Es zeigt, wie moderne Traditionen (kommerzielle Adventskalender) und alte Rituale (Adventskranz, Baum schmücken) mühelos nebeneinander existieren können. Der letzte Vers "Und das Christkind kommt, das ist doch klar!" unterstreicht die unerschütterliche, kindliche Glaubensgewissheit, die den Kern der weihnachtlichen Magie ausmacht.
Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
Das Gedicht erzeugt eine durchweg warme, freudige und erwartungsvolle Stimmung. Es ist von einer behaglichen Vorfreude geprägt, die sich wie ein roter Faden durch alle Verse zieht. Wörter wie "freut sich", "staunt", "kanns erwarten kaum" und "duftet" aktivieren positive Sinne und Gefühle beim Leser. Es vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit und familiärer Tradition ("Alles soll so sein, wie wir es kennen"). Die Stimmung ist nicht aufgeregt oder hektisch, sondern eine sich stetig steigernde, sichere Freude auf das Fest. Es strahlt Beständigkeit und die schöne Wiederholung liebgewonnener Rituale aus, was beim Leser ein Gefühl der Nostalgie und des Sich-auf-Weihnachten-Freuen-Könnens wecken kann.
Ist das Gedicht zeitgemäß?
Absolut. Das Gedicht ist in seiner schlichten Darstellung eines modernen Familienadvents erstaunlich zeitgemäß. Es wirft implizit Fragen auf, die heute hochrelevant sind: Wie schaffen wir es in der hektischen Vorweihnachtszeit, echte Vorfreude und gemeinsame Momente zu bewahren? Wie verbinden wir moderne Elemente (wie Playmobil-Adventskalender) mit klassischen Traditionen (wie dem Backen mit der Oma)? Das Gedicht plädiert für einen gemischten Ansatz, der Raum für beides lässt. Es zeigt zudem die Bedeutung von kleinen, wiederkehrenden Ritualen für Kinder auf, die Halt und Orientierung geben. In einer Zeit, die oft von Kommerz dominiert wird, erinnert das Gedicht an die einfachen, sinnlichen Freuden des Advents: den Geruch von Gebäck, das Licht der Kerzen, die gemeinsame Vorbereitung. Damit bleibt es aktuell und anschlussfähig.
Wie ist der Schwierigkeitsgrad zu bewerten?
Der sprachliche Schwierigkeitsgrad dieses Gedichts ist als leicht einzustufen. Es verwendet einen einfachen, umgangssprachlichen Satzbau und einen klaren, direkten Wortschatz. Die Reime sind eingängig und vorhersehbar (Advent/Türchen, Baum/kaum, an/dran, brennen/kennen), was das Verständnis und das Merken erleichtert. Es gibt keine komplexen Metaphern oder verschlüsselten Botschaften. Die Handlung folgt einer linearen, für jeden nachvollziehbaren Abfolge. Dies macht das Gedicht perfekt für junge Leser und Zuhörer, aber auch für jeden, der einen unkomplizierten, herzerwärmenden Text sucht.
Für welchen Anlass eignet sich das Gedicht?
Das Gedicht eignet sich hervorragend für den familiären Gebrauch in der Adventszeit. Du kannst es vorlesen, wenn der Adventskranz angezündet wird, oder als kleine Einstimmung auf das Fest. Es passt perfekt in eine gemütliche Runde beim Plätzchenbacken. Auch in Kindergärten, Grundschulen oder bei Weihnachtsfeiern von Kinder- oder Jugendgruppen ist es ein idealer Vortragstext. Es dient weniger dem feierlichen, repräsentativen Vortrag, sondern vielmehr der gemeinsamen, ungezwungenen Besinnung auf die schönen Seiten der Vorweihnachtszeit.
Für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
Primär spricht das Gedicht Kinder im Vor- und Grundschulalter (ca. 4 bis 10 Jahre) an. Die Perspektive des Jungen Elias, die konkreten, aus dem Kinderalltag bekannten Bilder (Playmobil, Baum kaufen mit Papa) und die einfache Sprache ermöglichen ihnen einen direkten Zugang. Aber auch Erwachsene, insbesondere Eltern und Großeltern, die diese Atmosphäre mit Kindern teilen oder sich an ihre eigene Kindheit erinnern möchten, werden Freude an dem Text haben. Es ist ein generationenverbindendes Gedicht.
Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
Das Gedicht eignet sich weniger für Menschen, die nach tiefgründiger, literarisch anspruchsvoller oder kritisch-reflektierender Weihnachtslyrik suchen. Wer eine romantische, naturbezogene oder religiös-theologisch ausgeprägte Dichtung erwartet, wird hier nicht fündig. Es ist bewusst alltäglich, heimelig und auf das kindliche Erleben fokussiert. Für einen formellen, künstlerischen Literaturabend oder einen theologischen Vortrag ist der Text aufgrund seiner Schlichtheit und seines Fokus auf das Familiäre wahrscheinlich nicht die erste Wahl.
Wie lang dauert der Vortrag?
Bei einem gemächlichen, betonten und genussvollen Vorlesen, mit kleinen Pausen zwischen den Strophen, um die Bilder wirken zu lassen, dauert der Vortrag des Gedichts etwa 45 bis 60 Sekunden. Ein flüssigeres, zügigeres Vorlesen ist in etwa 30 Sekunden möglich. Die ideale Länge für einen Vortrag liegt bei ungefähr einer Minute, was perfekt ist, um eine kurze, besinnliche Pause in der Adventszeit zu füllen, ohne die Aufmerksamkeitsspanne von Kindern zu überfordern.
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