Bald ist Weihnacht
Kategorie: Weihnachtsgedichte für Kinder
Bald ist Weihnacht
Bald ist Weihnacht, wie freu ich mich drauf,Autor: unbekannt
da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf,
es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern,
wie hab´n wir doch alle das Weihnachtsfest gern.
- Ausführliche Interpretation des Gedichts
- Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
- Ist das Gedicht zeitgemäß?
- Wie ist der Schwierigkeitsgrad zu bewerten?
- Für welchen Anlass eignet sich das Gedicht?
- Für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
- Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
- Wie lang dauert der Vortrag?
Ausführliche Interpretation des Gedichts
Das Gedicht "Bald ist Weihnacht" ist ein kurzes, volkstümliches Werk, das in wenigen Zeilen ein klassisches Weihnachtsbild zeichnet. Es beginnt mit der freudigen Erwartung des lyrischen Ichs, das seine Vorfreude direkt ausspricht. Diese Erzählperspektive ist wahrscheinlich die eines Kindes, was den einfachen und unmittelbaren Ton erklärt. Die zentrale Handlung beschreibt die Mutter, die den Weihnachtsbaum schmückt – eine Szene, die traditionell den häuslichen und familiären Vorbereitungen zugeordnet wird. Die genannten Dekorationen, Äpfel und Sterne, verweisen auf eine eher historische oder ländliche Weihnachtstradition, bei denen natürliche oder selbstgebastelte Elemente den Baum zierten. Der letzte Vers weitet die persönliche Freude auf ein kollektives "wir alle" aus und betont so den gemeinschaftsstiftenden Charakter des Festes. Das Gedicht verzichtet komplett auf religiöse Motive und konzentriert sich ganz auf die sinnliche Erfahrung des Glanzes und die emotionale Wärme des Beisammenseins.
Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
Die Stimmung des Gedichts ist durchweg positiv, heimelig und von kindlicher Unschuld geprägt. Es transportiert ein Gefühl der sicheren Vorfreude, der Geborgenheit und der ungetrübten Festtagsfreude. Durch die Verwendung von Verben wie "freuen", "glänzen" und "funkeln" entsteht eine fast greifbare, leuchtende Atmosphäre. Die einfache, gereimte Struktur und der gleichmäßige Rhythmus verstärken diesen Eindruck von Harmonie und freudiger Erwartung. Es ist eine Stimmung der Nostalgie, die bei vielen Lesern Erinnerungen an die eigene Kindheit oder an idealisierte Weihnachtsfeste wachrufen kann.
Ist das Gedicht zeitgemäß?
Auf den ersten Blick wirkt das Gedicht mit seiner idyllischen Mutter-Kind-Szene und den einfachen Baumsschmuckelementen wie aus der Zeit gefallen. Dennoch sind die zentralen Gefühle, die es anspricht – Vorfreude, das Schmücken des Baumes als Ritual und die Sehnsucht nach gemütlichem Beisammensein – heute so relevant wie eh und je. Es wirft indirekt Fragen auf, die in der modernen, hektischen Vorweihnachtszeit an Bedeutung gewinnen: Was sind die einfachen Freuden, die das Fest ausmachen? Welche Rituale schaffen Gemeinschaft? In einer Zeit, die oft von Kommerz und Stress dominiert wird, kann das Gedicht als Gegenentwurf und Reminiszenz an eine besinnlichere Feierkultur gelesen werden. Seine zeitlose Botschaft lautet: Die schönsten Aspekte von Weihnachten liegen oft in den einfachen, gemeinsam erlebten Momenten.
Wie ist der Schwierigkeitsgrad zu bewerten?
Sprachlich ist das Gedicht als leicht einzustufen. Der Satzbau ist unkompliziert und gerade, der Wortschatz stammt aus dem alltäglichen Grundwortschatz. Selbst veraltete Begriffe sind nicht enthalten. Der durchgängige Paarreim (aabb) und der eingängige, sangbare Rhythmus machen es sehr zugänglich und leicht memorierbar. Weder metaphorische Sprache noch komplexe Gedankengänge fordern den Leser oder die Zuhörer heraus. Diese Einfachheit ist jedoch bewusst gewählt und Teil seines Charmes, da es so für jeden sofort verständlich ist.
Für welchen Anlass eignet sich das Gedicht?
Das Gedicht eignet sich perfekt für familiäre und informelle Weihnachtsfeiern. Es ist eine wunderbare Ergänzung für das gemeinsame Baumschmücken, um die Stimmung aufzulockern und die Vorfreude zu teilen. In der Vorweihnachtszeit kann es in der Grundschule oder im Kindergarten vorgetragen werden, um mit den Kindern über Weihnachtstraditionen zu sprechen. Auch auf kleinen, privaten Adventsfeiern oder als nette Einstimmung vor der Bescherung findet es seinen Platz. Aufgrund seiner Kürze und Prägnanz eignet es sich zudem hervorragend für selbstgebastelte Weihnachtskarten oder als kleines Intro für eine persönliche Weihnachtsgeschichte.
Für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
Primär spricht das Gedicht durch seine kindliche Perspektive und einfache Sprache junge Kinder im Kindergarten- und frühen Grundschulalter (ca. 3 bis 8 Jahre) an. Sie können den Inhalt gut nachvollziehen und die Freude teilen. Gleichzeitig hat es einen großen nostalgischen Wert für Erwachsene, besonders für Eltern und Großeltern, die diese Art von traditionellem Weihnachtsgedicht aus ihrer eigenen Kindheit kennen oder die diese Stimmung an die jüngere Generation weitergeben möchten. Es ist also ein generationenübergreifendes Werk.
Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
Das Gedicht eignet sich weniger für Menschen, die eine tiefgründige, kritische oder religiöse Auseinandersetzung mit dem Weihnachtsfest suchen. Seine reine Idylle und der Fokus auf das Materielle (Baumschmuck) könnten für einige als zu oberflächlich empfunden werden. Ebenso ist es für formelle oder literarische Anlässe, wie eine akademische Lesung oder einen literarischen Salon, aufgrund seiner schlichten und nicht anspruchsvollen Machart wahrscheinlich nicht die erste Wahl. Wer nach moderner Lyrik mit komplexeren Strukturen oder ambivalenten Emotionen sucht, wird hier nicht fündig.
Wie lang dauert der Vortrag?
Ein Vortrag des Gedichts dauert bei einem gemächlichen, betonten und freudigen Vorlesen etwa 15 bis 20 Sekunden. Diese kurze Dauer macht es sehr praktikabel. Du kannst es problemlos mehrmals wiederholen, ohne dass es langatmig wirkt, oder es als kurzen, prägnanten Beitrag in ein größeres Programm einbauen. Ein langsameres Tempo mit Pausen nach jeder Zeile betont die feierliche Erwartung, ein etwas flüssigerer Vortrag unterstreicht die überschäumende Vorfreude.
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